lukas mletzko

S. W. O. T.  / Malerei 

Lukas Mletzko entdeckte für sich die ungegenständliche Malerei und entwickelte so seine eigene Bildsprache. Im Jahr 2015 entstand die Bilderserie S. W. O. T. (Schwarz Weiß Ohne Titel). Hier setzt sich der Künstler mit der Berichterstattung digitaler – aus dem Binärcode von 0 und 1 bestehender – Medien auseinander. Er visualisiert diese unter Verwendung eines ebenfalls binären Farbsystems, mit dem Mittel analoger Malerei.

 

Auf diese Weise setzt sich der Künstler mit der Qualität, Quantität und Ambivalenz der digitalen Informationen kritisch auseinander: Die vereinfachten und zum Teil aufgebrochenen Netzsysteme in seinen Bildern symbolisieren die Unvollständigkeit digitalisierter Informationen.  Die horizontalen und vertikalen Bildelemente betonen durch ihre ruhige und sachliche Anordnung den formellen Charakter der Werke und lassen diese als reine Informationsquellen erscheinen. Die Reduktion der Farbwerte auf Schwarz und Weiß steht zudem sinnbildlich für die Problematik fehlender Differenzierung vermittelter Sachverhalte in der digitalen Welt.

 

In seinem Schaffensprozess experimentiert Lukas Mletzko gerne mit den Trocknungseigenschaften des Malmaterials Acryl. Auch der satte Farbauftrag mit dem Malmesser führt immer wieder zu unvorhersehbaren Effekten im Bild – dieser gelenkte Zufall ist ein wichtiger Bestandteil innerhalb des Entstehungsprozesses. Eine besondere Ausdruckskraft der Werke entsteht durch die starken Farbkontraste von Schwarz und Weiß. Die räumliche Ausrichtung der Bilder an der Wand verleihen der S. W. O. T. Serie eine einzigartige Wirkung. Der einzelne Titel gibt den Grad der individuellen Hängung des Bildes vor.

 NEU: A. O. T. / Aquarelle

Vorrangig mit Acrylfarben malend, erweiterte Lukas Mletzko im Jahr 2016 erstmalig sein künstlerisches Repertoire durch Aquarelle. Entstanden ist die Bilderserie A. O. T. (Aquarell Ohne Titel) mit schwerelos wirkenden Farbkörpern auf Fotopapier. Grundlegende Inspiration hierfür waren Fotografien von im Meer schwebenden Quallen. Die erste Präsentation der Kunstwerke fand in der Galerie ARTROOM in Düsseldorf statt. Unter dem Titel ,,Mesopelagial" entführte die Schau die Besucher in die Welten der Tiefsee (lokalkompass/duesseldorf/kultur). Die neuste Serie wird demnächst auf der ART Salzburg Contemporary 22.-25. Juni 2017 zu sehen sein.

 

Eine bedeutende Rolle in den Werken nehmen die in Form, Proportion und Farbe variierenden Farbkörper ein. Auf den ersten Blick erscheinen sie dem Betrachter bizarr und fremdartig, offenbaren bei genauerem Hinsehen dennoch vertraute Details. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Eigenwertigkeit der Farbe und ihren ikonischen Eigenschaften. Durch die Oberflächenbeschaffenheit des Fotopapiers, Einflussnahme auf die Materialeigenschaften, durch Temperaturveränderung sowie verschiedene Techniken beim Farbauftrag, entstehen sowohl sanfte Farbverläufe als auch sedimentäre Bereiche. Statisch wirkende Farbverdichtungen und dynamische Regionen interagieren miteinander und erzeugen Spannung im Bild. Das hochglänzende Fotopapier generiert im

Zusammenspiel mit den gemalten Objekten einen offenen und transzendenten Raum. Zudem verstärkt die Absenz von Orientierungspunkten den Eindruck der Schwerelosigkeit und die metaphysische Präsenz der Malerei.

 

Vita:

  • 1983 geb. in Oberschlesien/Polen
  • 1987 Umzug nach Deutschland
  • 2007 technische Ausbildung
  • seit 2013 als freischaffender Künstler tätig, lebt und arbeitet in München
  • Ausstellungen in München, Berlin, Düsseldorf, Kempten / Messen: Berliner Liste 2016, Art Salzburg Contemporary 2017
  • Arbeiten in Privatsammlungen

www.lukasmletzko.com

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