Marion Förster

VISATURÉ / Lichtkunst

Die aktuelle Werkgruppe von Marion Förster, visaturé, zeigt eine neue Form persönlicher Portraitdarstellung. Auf der Basis eines zeichnerischen und unverwechselbaren druckgraphischen Verfahrens entwickelt die Künstlerin ein biographisches Kryptogramm, eine künstlerische DNA einer Person, deren Einzigartigkeit sie anschließend zum Leuchten bringt.

 

In ihrer früheren Arbeit zeichnete Marion Förster ihre Portraits – meist spontane Momentaufnahmen von Menschen auf der Bühne, deren Aura und ekstatische Ausdrucksweise sie faszinierten. Während ihres Studiums in der Meisterklasse der renommierten Akademie Faber-Castell in Stein bei Nürnberg kam sie mit der Cyanotypie, einem der ältesten fotografischen Druckverfahren, in Berührung. Dieses Medium führte sie zu einer neuen, abstrakteren Bildsprache, der visaturé. Diese Begegnung spiegelt die zeichnerische Präzision Marion Försters, aber auch ihre Offenheit für Experimente und Prozesse mit technologischen Verfahren wider.

 

Seitdem ist das künstlerische Thema in Marion Försters Arbeit die in bildnerische Sprache gefasste biographische oder historische Information zu Personen oder Objekten. Sie arbeitet mit der jeweiligen persönlichen Information und übersetzt sie mit Linien und speziellen Rastern. So erzeugt sie individuelle Konstellationen und erreicht mit Vergrößerungen, Projektionen und Ablichtungen ein gestaltetes Ergebnis, das eine Mischung aus kalkuliertem Zufall und einem nach Harmonie strebenden Bewusstsein darstellt.

 

Der künstlerische Ansatz der visaturé wird schließlich in fein kolorierten Farbstiftzeichnungen oder als autonomes Leuchtobjekt präsentiert.

 

Vita:

  • geb. 1964 in Pegnitz, lebt und arbeitet in Franken
  • Studium der Bildenden Kunst / Akademie Faber-Castell Stein, Nürnberg
  • Aufbaustudium / Meisterklasse bei Prof. Jörg Bachhofer, Markus Kronberger, Rolf Viva, Reinhard Voss
  • Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland
  • Arbeiten befinden sich in Privatsammlungen
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